Tomatenanbau

Wer ein kleines bisschen Garten besitzt oder wenigstens einen Balkon sein eigen nennen kann, ist prädestiniert für den Anbau von kleinem, unkompliziertem Gemüse wie es etwa die Tomatenpflanze ist.

Vorkehrungen

Es mag unsinnig erscheinen, aber der städtische Balkon als Areal für den Tomatenanbau ist, den Besonderheiten der Pflanze entsprechend, günstiger als so mancher Garten.
Zum Einen bietet er den für die Tomatenpflanze lebenswichtigen Regenschutz, zum Anderen lässt die meist hohe Lage eines Balkons direkte, intensive Sonnenbestrahlung erwarten. Vorsicht ist allerdings geboten bei Sorten, die ausgewiesen sonnenlichtempfindlich sind und den Schatten oder Halbschatten bevorzugen.

Immens wichtig für eine gelungene Aufzucht der kleinen Tomatenpflänzchen zur tischfertigen, leckeren Frucht ist der angesprochene Regenschutz. Es ist für die Pflanze absolut unverträglich, mit Regenwasser direkt in Berührung zu kommen. Namentlich werden Blätter und Frucht braun, matschig und ungenießbar, sobald die Pflanze dem Wasser ungeschützt ausgliefert ist.

Ansprüche der Pflanze

Vom Regen abgesehen, ist die Tomatenpflanze relativ unempfindlich und anspruchslos, was den Boden in Beschaffenheit und Nährstoffsubstanz betrifft.
Die vorzugsweise in der Baumschule gekauften, kleinen Pflänzchen werden sorgsam in die Erde gesetzt, und zwar so, dass Stängel und Blätter nicht bedeckt sind. Da wegen der bereits erwähnten Empfindlichkeit der Pflanze gegenüber direktem Wassereinfluss eine zumindest notdürftige Überdachung geschaffen werden musste, versteht sich von selbst, dass besonders die jungen Pflanzen separat gegossen werden müssen. Die vollendete Pflanzung wird deshalb mit einer Gießscheibe beschlossen, die das schnelle Abfließen von ungenutztem Wasser verhindert.

Erste Erfolge

Die meisten Sorten lassen Ende August oder im September die vorerst noch grünen Früchte reifen. Wer dem Prozess ein wenig nachhelfen möchte, ohne auf synthetische Düngemittel zurückgreifen zu müssen, kann den folgenden Tipp probieren. Man nehme ein, zwei mittelgroße Steine, die sich im Laufe des Tages durch die Energie der Sonne erwärmt haben und lege sie knapp unterhalb der Erde nah an die Pflanze. Die Wurzeln sollten dabei aber unversehrt bleiben.

Der Grund des auf diese Art schnelleren Reifens ist die einfache Tatsache, dass Tomaten in der Nacht gedeihen und sich entsprechend entwickeln.

Ziel erreicht

Spätestens wenn der sorgsame Gärtner seine selbst gezüchteten Schätze mit heimlichem Stolz am lauen Spätsommerabend zur Essenszeit serviert und die ganze Familie verwundert und entzückt die roten Früchte genießt, ist das lang ersehnte Ziel erreicht. Da ist es fast schon ein bisschen schade, dass es nach dem Verzehr der leckeren Kugeln schon vorbei sein soll. Immerhin wachsen an gut gepflegten Stauden noch einige Zeit die beliebten Gartenfrüchte nach.