Maisanbau

Was ist Mais und woher stammt er?

Mais stammt ursprünglich aus Mexiko. Den Weg nach Europa fand der Mais mit Hilfe von Christoph Kolumbus, welcher den Mais 1525 nach Spanien brachte. Mais ist die weltweit am meisten angebaute Getreideart. Mais ist eine einjährige und sommergrüne Pflanze. Mais wird bis zu drei Meter hoch. In Deutschland hatte der Mais seinen Durchbruch erst gut 280 Jahre später, als eine Pflanzenseuche den Großteil der Kartoffelernte vernichtete. Seit den 70er Jahren gibt es an das Klima in Deutschland angepasste Maissorten. Damit wurde der Ertrag besser und der Maisanbau erlebte in Deutschland einen Aufschwung. Amerika ist mit Abstand der größte Produzent von Mais. Derzeit gibt es bei Mais eine Diskussion über das für und wider von genetisch veränderten Pflanzen.

Wozu wird Mais genutzt?

Mais ist eine Nutzpflanze, die zur Ernährung von Mensch, z. B. als Maisstärke und Tier, z. B. als Futterpflanzen verwendet wird. Des weiteren hat Mais mittlerweile einen hohen Stellenwert als Energielieferant. Es wird als Maissilage für Biogas genutzt. Es gibt auch besonders dekorative Maissorten, welche als Ziermais verwendet wird.

Besonderheiten des Anbaus

Mais wird von Mitte April bis Anfang Mai angebaut, es ist somit ein Sommergetreide. Sät man zu spät aus, verpasst der Mais die wichtige Sommersonne. Eine Faustregel sagt, jeder Tag Aussaat nach dem 10. Mai bringt 1% Ernteverlust. Der Anbau vom Mais ist eine Wissenschaft für sich. Es darf erst ausgesät werden, wenn es keinen Frost mehr gibt. Mais benötigt eine durchschnittliche Temperatur von 7-9°C, damit es keimen kann. Damit aus den Keimlingen etwas wird, braucht es auch eine gewisse Temperatur, sonst läuft man Gefahr die Maiskeimlinge durch Pilzbefall zu verlieren. Durch den Pilz hat der Mais keine Triebkraft mehr und es kommt zu Ernteausfällen.

Mais wird in Reihen angepflanzt. Hierzu wird die Einzelkornsaat genutzt. In unseren Breiten sollten die einzelnen Reihen einen Abstand von 70 – 80 cm haben. Bei den einzelnen Pflanzen der Reihe sollte ein Abstand von 10 – 15 cm eingehalten werden. In Deutschland wird Mais in der Regel von Mitte September bis Anfang Oktober geerntet. Hierbei richtet man sich nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Maises. Je nach dem für was der Reifen genutzt wird, sind unterschiedliche Feuchtigkeiten im Mais erwünscht. Bei Silomais sind es in der Regel 30% Feuchtigkeit. Liegt der Feuchtigkeitsgehalt wesentlich höher, dann kann der Mais auch nach der Ernte noch getrocknet werden. Mais ist eine vielseitige Pflanze, was die Möglichkeiten ihrer Nutzung betrifft. Außerdem ist Mais im Anbau relativ unempfindlich und pflegeleicht.