Kürbisanbau
Aussaat
Der Kürbissamen kann ab Mitte April in die Erde gebracht werden. Ideal zur Anzucht der Pflanzen geeignet, ist die Aussaat in einem Gewächshaus. Ist dieses nicht vorhanden, können auch Anzuchtgefässe auf einer Fensterbank aufgestellt werden. Generell sollten zwei Samenkörner in jedes Saatloch legen. Die Samen sollten etwa 1,5 Zentimeter unter der Bodenoberfläche ausgesät werden. Der Boden muss feucht sein, aber nicht so nass das die Samenkörner faulen. Optimal ist eine Temperatur von etwa 20 ° Celsius für eine gute Keimung des Samens. Ein einmaliges Anfeuchten des Bodens ist vollkommen ausreichend um eine gute Keimung des Saatgutes zu erreichen. Die Keimzeit beträgt etwa 10 bis 14 Tage, dann zeigen sich die ersten Kürbispflänzchen. Eine Aussaat im Freien ist ab Mitte Mai, wenn die „Eisheiligen“ vorüber sind, möglich.
Pflanzung
Mitte Mai ist dann auch die richtige Zeit um die Kürbispflanzen ins Freie zu pflanzen. Diese benötigen einen kräftigen und nährstoffreichen Boden. Einige Kürbissorten entwickeln sich auch auf sandigen wasserdurchlässigen Böden prächtig. Wichtig ist ein ausreichender Kaligehalt im Boden. Um eine optimale Entwicklung der Kürbispflanzen zu erreichen, sollten die ersten Keimblätter der Kürbispflanzen voll entwickelt sein, wenn diese gepflanzt werden. Die auf der Verpackung der Kürbissamen zu findenden Pflanzabstände sollten auf jeden Fall eingehalten werden. Die Jungpflanzen benötigen nach der Pflanzung eine ausreichende Bewässerung, um gut anwachsen zu können. Sind die Jungpflanzen gut angewachsen, ist eine zusätzliche Bewässerung oftmals nicht mehr notwendig. Diese sollte sich auf sehr heiße Sommertage mit langer Regenpause beschränken. Genaue Informationen sind ebenfalls auf der Verpackung der Kürbissamen zu finden, denn jede Kürbissorte stellt andere Anforderungen für ein optimales Wachstum.
Entwicklung
Sobald sich an den jungen Kürbispflanzen drei bis fünf kräftige Blätter entwickelt haben, kann der Haupttrieb über dem zweiten Blatt gekürzt werden, um einen größeren Ernteerfolg zu erreichen. Mitte Juli können die Nebentriebe, die sich neben dem zweiten Blatt entwickelt haben zusätzlich noch gekürzt werden. Dadurch wird erreicht, dass sich an jeder Pflanze nicht mehr als zwei Früchte entwickeln, was für die spätere Reife von Vorteil ist.
Wird die Anbaufläche regelmäßig vom Unkraut befreit, sind Mitte Juni bereits die ersten Blüten zu erkennen. Die volle Blütenpracht wird dann im Juli einsetzen. Nach dem Abblühen sind werden die ersten Fruchtansätze erkennbar. Da Kürbisfrüchte sehr empfindlich auf stauende Nässe reagieren und diese schnell zur Fäulnis führen kann, empfiehlt es sich die Kürbisfrüchte mit Stroh zu unterlegen. Sollte kein Stroh zur Verfügung stehen, können auch Steine verwendet werden.
