Kartoffelanbau

Anleitung zum Anbau von Kartoffeln im Garten

Wollen auch Sie einmal ihre eigenen Kartoffeln ernten, anstatt sie im Supermarkt für viel Geld zu kaufen? Eigenanbau bringt entscheidenen Vorteile mit sich: Sie können die Produkte selbst ernten, sind nicht auf Marktpreise angewiesen und müssen keine Pestizid- oder Schadstoffbelastung in Kauf nehmen.

Als positiver Nebeneffekt stellt sich ein berechtigtes Gefühl von Stolz ein, etwas eigenes geschaffen zu haben. Viele Leute haben dennoch Zweifel am Anbau von Produkten im eigenen Garten. Sogleich wird dieses Vorhaben mit Stress und großem Aufwand assoziiert.
Dabei ist Kartoffelanbau eine leichte Angelegenheit mit lohnendem Ergebnis, wenn Sie folgende Aspekte berücksichtigen.

Am besten gedeihen Kartoffeln in lockeren Lehmböden, jedoch eignen sich so gut wie alle Böden für den Anbau. Je nachdem welche Kartoffelsorte Sie anbauen wollen, haben die verschiedenen Sorten jeweilge Aussaat- und Erntetermine. So sät man die Frühe Kartoffel Mitte März, die Mittelfrühe anfang April und die Späte Ende April.

Ernten kann man die Frühe Kartoffel dann im Juni, die Mittelfrühe zwischen Juli und September sowie die Späte im September. Vor der Pflanzung empfielt sich, die Kartoffel bei 5-7°C vorzukeimen. Das Ende der Kartoffelknolle, wo die Augen sitzen, bezeichnet man als Krone. Sie muss in dem Behälter zur Vorkeimung nach oben zeigen.

Ist die Vorkeimung nach 5-7 Wochen erfolgreich gewesen, so haben die Triebe eine Länge von ca. 10mm, sind stark und grün. Kartoffeln, die nicht keimfähig sind, müssen aussortiert werden. Nun beginnt die Kartoffelsaat. Die Knollen müssen dafür in einem Abstand von 30-35 cm (je nach Sorte) in Furchen gepflanzt werden. Pflanzen Sie mehrere Reihen, so sollten 65-75 cm zwischen den einzelnen Reihen liegen.

Für eine gute Qualität der späteren Kartoffeln muss der Abstand eingehalten werden!
Zudem baut man einen Damm aus der Erde, damit die Kartoffeln warm und trocken bleiben. Wenn erste Triebe aus dem Boden kommen, bedeckt man diese wieder mit Erde, um sie vor Frost zu schützen. Als Dünger verwendet man verrotteten Gartenkompost und 60g/m² mineralischen Volldünger. Damit lässt sich der spätere Ertrag erhöhen. Ab einer Triebhöhe von 25 cm häuft man den Damm an, damit sich Wurzeln und Knollen bilden können. Auch verhindert man so, dass Licht an die Kartoffeln kommt.

Haben die Knollen eine gewisse Größe erreicht, können sie geerntet werden. Der gebildete Erddamm muss dazu vorsichtig aufgegraben und die Kartoffel ihm entnommen werden, bevor man ihn wieder abdeckt. Nun können die Kartoffeln direkt verzehrt werden. Eine Lagerung sollte in einem kühlen, dunklen und trockenen Raum erfolgen.