Getreideanbau
Getreideanbau, das Wichtigste für unsere Ernährung.
Getreide ist ein Sammelbegriff der kultivierten Süßgräser, das wegen seiner Körnerfrucht zur Grundnahrung von Menschen und auch als Viehfutter dient. Die herkömmlichen Getreidearten zum Mehl herstellen sind Weizen, Roggen, Hafer und Gerste. Dann gibt es noch den Mais, den Reis und die Hirse. Diese Getreidesorten werden hauptsächlich in tropischen Ländern gesät und geerntet.
Wir unterscheiden die drei Getreidearten Weizen, Hafer und Gerste in Wintergetreide und Sommergetreide. Von diesen Getreidearten gibt es noch viele einzelne Sorten, die in Deutschland zugelassen und angebaut werden. Die Aussaat und Erntezeit ist in verschiedenen Gegenden unterschiedlich, das liegt an dem Klima sowie auch an der Höhenlage. Die Aussaat des Wintergetreides erfolgt meistens schon im September, weil es eine Frostperiode benötigt. Durch die längere Wachstumszeit, die gute Ausnutzung der Winterfeuchtigkeit und der Frühlingswärme, sind die Erträge der Wintergetreidesorten wesentlich höher als bei dem Sommergetreide. Aus diesem Grunde zählt es überwiegend im mitteleuropäischen Raum zu den am meisten angebauten Getreidearten. Das Sommergetreide wird ab März gesät und mit dem Wintergetreide zusammen ab Juli geerntet, weil es nur etwa ein halbes Jahr Reifezeit braucht.
Vor der Aussaat des Getreides, egal welche Sorte, muss der Ackerboden vorbereitet werden. Da wird in erster Linie der Boden umgepflügt. Dadurch erreicht der Bauer, dass die Erde gelockert und gemischt wird. Nun ist das Feld mit großen Schollen bedeckt, die mit Eggen zerkrümelt werden. Früher wurden da große quadratische Eisengestelle mit vielen langen Zinken über das Feld gezogen und so der Boden praktisch planiert. Heute fährt er mit einem Traktor, an dem eine Kreiselegge mit rotierenden Zinken hängt, über sein Feld und erreicht den gleichen Effekt. Nachdem nun der Boden gelockert und zerkrümelt ist, kann der Bauer mit der Aussaat beginnen. Dafür hat er die sogenannte Drillmaschine, die mittels vieler Rohre die Saat unter die Erde bringt und anschließend gleich mit derselben bedeckt.
Im Frühling, wenn die Getreidepflanzen schon zu sehen sind, muss gedüngt werden, weil meist der Naturdünger im Boden nicht ausreicht. Leider wachsen aber nicht nur die Getreidepflanzen, sondern auch das Unkraut dazwischen, was dem Getreide Nährstoffe nimmt. Da muss der Bauer das Unkraut vernichten. Das geschieht mit Pflanzenschutzmitteln, die vorsichtig versprüht werden. Im Juli/August ist das Getreide dann reif und kann geerntet werden. Das geschieht mit einem Mähdrescher, der die Halme abschneidet und die Körner aus den Ähren drischt. Die Halme werden zu Stroh gehäckselt und die Körner in Tanks gesammelt.